Mein Weg zum Rollstuhltennis

Bis zum September 2007 hätte ich nie gedacht, dass

ich mich einmal so intensiv mit Rollstuhltennis

beschäftigen würde. Aber manchmal kommt es halt

anders, als man denkt: Früher bin ich Marathon

gelaufen, habe "Fußgänger"-Tennis, Fußball und

Basketball gespielt, bin gern zum Windsurfen

gefahren - heute spiele ich Rollstuhltennis und bin

froh, dass es diese faszinierende Sportart gibt.

ieso spiele ich heute Rollstuhltennis?

Wieso spiele ich heute Rollstuhltennis?

Im September 2007 musste ich mich einer OP am rechten Bein aufgrund eines Kompartmentsyndroms unterziehen - die Muskelhülle wurde gespalten. Eigentlich war dies ein Routineeingriff, aber als sich nach der OP ein Hämatom entwickelte, das erst spät erkannt wurde, resultierte nach der "Ausräumungs-OP" ein Morbus-Sudeck (CRPS I) am rechten Fuß. So wurden aus geplanten 3 Tagen an Gehhilfen fast 10 Jahre mit Dauerschmerzen und Bewegungseinschränkungen - bis zur Amputation meines Unterschenkels im Februar 2017 war mein rechter Fuß in einer "Sichelform" versteift. Die Erkrankung zwang mich zunächst, sämtliche sportliche Aktivitäten an den Nagel zu hängen, denn an Hobbies wie Tennis, Surfen, Fußball oder Marathonlauf war nicht mehr zu denken und eine lange Arbeitsunfähigkeit war ebenfalls in den ersten 1 ½  Jahren die Folge. Für mich war es zuerst schwer, die Erkrankung mit all den Einschränkungen zu akzeptieren, denn Sport hatte für mich beruflich und privat immer einen großen Raum eingenommen, einen hohen Stellenwert gehabt und durch die Erkrankung war ich in bestimmten Situation auf einmal auf Hilfe angewiesen. Jeder Krankheitsverlauf beim CRPS ist individuell und eine Prognose abzugeben entsprechend schwierig. Klar war aber bereits Ende 2008, dass der Fuß nicht mehr so werden würde, wie zuvor und darum Laufsportarten utopisch sein würden! Auf diesem Grund suchte ich Ende 2008 nach  Sportarten, die sich auch mit meinem Handicap ausüben lassen. Über das Internet konnte ich schnell einen Kontakte zu Edwin Kornel herstellen und über ihn Kontakte zu den damaligen Bundestrainern, die mir Probetrainings ermöglichten. Tennis war für mich die naheliegendste Sportart, spielte ich doch seit meinem 6. Lebensjahr Tennis, auch lange leistungsorientiert. Von der Kreisklasse bis zur Regionalliga habe ich in allen Klassen aufgeschlagen, in einer Saison durfte ich sogar zu ein paar Spielen der Bundesligamannschaft des Bielefelder TTC mitfahren, kam dort aber nur in einem Doppel in Stuttgart zum Einsatz. Die ersten Tennisschläge im Rollstuhl im Januar 2009 waren ein "echtes Hochgefühl". Es war großartig, endlich wieder an einen Tennisball schlagen und sich mal wieder intensiver bewegen zu können. Dankbar bin ich auch Christoph Kellermann, der mir für die erste Zeit einen Tennis-Rollstuhl auf Leihbasis zur Verfügung stellte und mir so erst ein kontinuierliches Training ermöglichte. Und dann ist da natürlich noch Eddie Gray, der mit mir die ersten Monate in Bielefeld trainierte, mich motiviert und u.a. auch ermuntert hat, schon nach kurzer Zeit im "Tennis- Rolli" - im März 2009 - bei den Bavarian Indoor Open  in Nürnberg zu starten.
Sabine Ellerbrock Rollstuhltennis

Mein Weg zum Rollstuhltennis

Bis zum September 2007

hätte ich nie gedacht, dass

ich mich einmal so intensiv

mit Rollstuhltennis

beschäftigen würde. Aber

manchmal kommt es halt

anders, als man denkt:

Früher bin ich Marathon

gelaufen, habe "Fußgänger"-

Tennis, Fußball und

Basketball gespielt, bin gern

zum Windsurfen gefahren -

heute spiele ich

Rollstuhltennis und bin froh,

dass es diese faszinierende

Sportart gibt.

ieso spiele ich heute Rollstuhltennis?

Wieso spiele ich heute Rollstuhltennis?

Im September 2007 musste ich mich einer OP am rechten Bein aufgrund eines Kompartmentsyndroms unterziehen - die Muskelhülle wurde gespalten. Eigentlich war dies ein Routineeingriff, aber als sich nach der OP ein Hämatom entwickelte, das erst spät erkannt wurde, resultierte nach der "Ausräumungs- OP" ein Morbus-Sudeck (CRPS I) am rechten Fuß. So wurden aus geplanten 3 Tagen an Gehhilfen fast 10 Jahre mit Dauerschmerzen und Bewegungseinschränkungen - bis zur Amputation meines Unterschenkels im Februar 2017 war mein rechter Fuß in einer "Sichelform" versteift. Die Erkrankung zwang mich zunächst, sämtliche sportliche Aktivitäten an den Nagel zu hängen, denn an Hobbies wie Tennis, Surfen, Fußball oder Marathonlauf war nicht mehr zu denken und eine lange Arbeitsunfähigkeit war ebenfalls in den ersten 1 ½  Jahren die Folge. Für mich war es zuerst schwer, die Erkrankung mit all den Einschränkungen zu akzeptieren, denn Sport hatte für mich beruflich und privat immer einen großen Raum eingenommen, einen hohen Stellenwert gehabt und durch die Erkrankung war ich in bestimmten Situation auf einmal auf Hilfe angewiesen. Jeder Krankheitsverlauf beim CRPS ist individuell und eine Prognose abzugeben entsprechend schwierig. Klar war aber bereits Ende 2008, dass der Fuß nicht mehr so werden würde, wie zuvor und darum Laufsportarten utopisch sein würden! Auf diesem Grund suchte ich Ende 2008 nach  Sportarten, die sich auch mit meinem Handicap ausüben lassen. Über das Internet konnte ich schnell einen Kontakte zu Edwin Kornel herstellen und über ihn Kontakte zu den damaligen Bundestrainern, die mir Probetrainings ermöglichten. Tennis war für mich die naheliegendste Sportart, spielte ich doch seit meinem 6. Lebensjahr Tennis, auch lange leistungsorientiert. Von der Kreisklasse bis zur Regionalliga habe ich in allen Klassen aufgeschlagen, in einer Saison durfte ich sogar zu ein paar Spielen der Bundesligamannschaft des Bielefelder TTC mitfahren, kam dort aber nur in einem Doppel in Stuttgart zum Einsatz. Die ersten Tennisschläge im Rollstuhl im Januar 2009 waren ein "echtes Hochgefühl". Es war großartig, endlich wieder an einen Tennisball schlagen und sich mal wieder intensiver bewegen zu können. Dankbar bin ich auch Christoph Kellermann, der mir für die erste Zeit einen Tennis-Rollstuhl auf Leihbasis zur Verfügung stellte und mir so erst ein kontinuierliches Training ermöglichte. Und dann ist da natürlich noch Eddie Gray, der mit mir die ersten Monate in Bielefeld trainierte, mich motiviert und u.a. auch ermuntert hat, schon nach kurzer Zeit im "Tennis-Rolli" - im März 2009 - bei den Bavarian Indoor Open  in Nürnberg zu starten.
Sabine Ellerbrock Rollstuhltennis