Meine Blogs

Sonntag, 22. Jan

Ein turbulenter Anreisetag …

Am   frühen   Sonntagmorgen   bin   ich   mit   meinem   Hittingpartner   Dennis   Vogt   in Melbourne   gelandet,   nach   ca.   30   Stunden   Reisezeit   mit   einem   Zwischenstopp in    Dubai.    Der    Zwischenstopp    „erzeugte“    den    ersten    Schreckmoment:    am Security   Check   wollte   mir   das   Flughafen-Personal   meine   Saitenrollen   für   die Bespannungen   meiner   Schläger   abnehmen,   da   diese   angeblich   nicht   erlaubt wären.   Nach   langer   Diskussion   durfte   ich   das   Handgepäck   schließlich   doch wieder   vervollständigen,   meine Argumente,   dass   es   auf   der   ersten Teilstrecke sowie   auf   allen   bisherigen   Flügen   nie   ein   Problem   gewesen   wäre,   diese   im Handgepäck   mitzuführen,   war   dann   wohl   ausreichend.   Die   kurze   Aufregung, als   dann   bei   der   Ausgabe   des   Gepäcks   erst   einmal   beide   Rollstühle   nicht „gesichtet“   wurden,   ist   kaum   erwähnenswert,   kommt   ja   ab   und   zu   mal   vor …. Als   ich   dann   am   frühen   Nachmittag   bei   meinem   ersten   Training   mit   einem stark   schmerzenden   und   angeschwollenen   Fuß   die   Ärzte   im   Melbourne   Park aufsuchen   musste   und   diese   mich   mit   Verdacht   auf   eine   Thrombose   direkt   in das   nächste   Krankenhaus   schickten,   hatte   ich   zunächst   kein   besonders   gutes Gefühl.   Gott   sei   Dank   bestätigte   sich   die   Verdachtsdiagnose   nicht.   Es   hätte mich   auch   sehr   gewundert,   denn   ich   verabreiche   mir   zur   Prophylaxe   immer entsprechende   Injektionen.   Nach   Untersuchung   in   der   Klinik   stellte   sich   das Ganze   als   Infektion   und   Entzündung   heraus,   nur   der   Grund   dafür   ist   nicht   nur für    mich    ein    Rätsel.    Ich    hoffe    natürlich,    dass    die    Behandlung    in    den verbleibenden   zwei   Tagen   bis   zum   Turnierbeginn   anschlägt   und   sich   schnell eine   Besserung   einstellt   und   ich   mich   ab   jetzt   ausschließlich   auf   das   Tennis spielen konzentrieren kann!
Foto:www.tweener.de
Düsseldorf, Abflughalle
Montag, 23. Jan

Ein wenig  glückliches Draw

Die      ersten   Tage   in   „down   under“   waren   schon   ganz   schön   turbulent.   Gestern mit    Verdacht    auf    Thrombose    ins    Krankenhaus    (Gott    sei    Dank    hat    sich    der Verdacht   nicht   bestätigt),   heute   dann   die   wenig   glücklich   verlaufende Auslosung des Draws. Ich   bin   in   der   starken   Hälfte   (Gruppe1)   mit   Jiske   (Griffioen),   Aniek   (Van   Koot) und   Diede   (De   Groot),   der   Senkrechtstarterin   des   letzten   Jahres.   Sie   hat   Kamiji in   Sydney   geschlagen,   Jiske   in   Frankreich   und   in   Rio   gegen   sie   in   3   Sätzen verloren.   Wird   also   direkt   ein   harter   Brocken,   zumal   ich   ihre   Spielweise   nicht mag:   sie   macht   sehr   viel   Druck   und   ist   extrem   schnell.      Mein   erstes   Spiel   ist dann am Mittwoch. War   es   gestern   und   heute   sehr   heiß   (35   Grad   im   Schatten),   wird   es   ab   morgen für   die   nächsten   drei   Tage   kühler,   so   um   die   20...leider,   Hitze   wäre   für   mich besser,   weil   Viele   die   nicht   mögen.   Leichte   Probleme      machen   mir      (nur)   die Blasen an den Händen. Nach   dem   Draw   habe   ich   noch   einmal   trainiert,   dann   Schulsachen   erledigt   und am Abend   habe   ich   mir   mit   Coach   Dennis   Vogt   das   Spiel   Nadal-Monfils   in   der   Rod Laver Arena   (Fotos   rechts   und   unten)   angesehen,   morgen   noch   weiteres Training mit Dennis und Crumpy (Greg Crump).
Greg Crump                    Dennis Vogt
Mittwoch 25. Jan

Erste Runde 6:4/6:3 gewonnen

Ich   bin   zufrieden:   Sehr   solide   gespielt,   obwohl   es   zunächst   schwer   war,   ins   Spiel zu   kommen.   In   beiden   Sätzen   konnte   ich   direkt   mit   2:0   in   Führung   gehen, verpasste   im   ersten   Satz   trotz   Spielbällen   die   Chance   zum   3:0.   Im   ersten   Satz lag   ich   mit   2:3   zurück,   bevor   ich   das   Spiel   zum   5:3   für   mich   drehen   konnte (5:4,6:4). Im   zweiten   Satz   stand   es   kurzzeitig   2:2,   bevor   ich   auf   5:2   erhöhen   konnte.   De Groot   kam   noch   auf   3:5   heran,   doch   mit   dem   nächsten   Spiel   (Aufschlag   De Groot)   konnte   ich   mit   meinem   dritten   Matchball   nach   einer   40:0   Führung   das Match für mich entscheiden. Morgen   dann   das   Halbfinale   gegen   Griffioen,   die   gegen   Aniek   Van   Koot   6:4,6:3 gewinnen konnte. Ich   denke,   dass   meine   Erfahrung   heute   ein   Vorteil   war.   Diede   wirkte   nervös   und machte   viele   Doppelfehler,   was   ihr   normalerweise   nicht   in   der   Form   passiert.   Es war vielleicht auch die besondere Atmosphäre der Grand-Slam-Turniere!
Donnerstag 26. Jan

Halbfinale Einzel und Doppel

Natürlich   war   ich   sehr   enttäuscht,   wie   das   Einzel-Halbfinale   gegen   Jiske   heute gelaufen   ist.   Das   Match   war   „enger“   als   es   das   Ergebnis   ausdrückt,   aber   das hilft   mir   nicht   viel.      Glückwunsch   an   Jiske,   sie   ist   nicht   umsonst   die   Nummer   1 und ich wünsche ihr viel Glück für das Finale. Im   ersten   Satz   des   Doppelhalbfinales   haben   Katharina   Krüger   und   ich   gegen   die Favoritinnen   Yui   K.   und   Diede   D.   G.   gut   mitgehalten,   das   Ergebnis   (3:6)   hätte auch   genau   andersherum   lauten   können.   Wir   könnten   als   deutsches   Doppel mehr erreichen, aber ….
Samstag 28. Jan

Bye, bye Autralien 2017

Gestern    war    ein    entspannter    Tag    am    Strand    nach    dem    letzten    Training    in Melbourne   Park.   Gleich   werden   wir   wieder   nach   Hause   fliegen.   Dank   an   Dennis für   seine   Unterstützung   in   Melbourne   und   an   Björn   Kerbein,   sowie   Försters Physio für die optimale Vorbereitung vor den AO in Bielefeld. Kurz   vor   der   Fahrt   zum   Flughafen   hatten   wir   noch   ein   richtiges   „Highlight“:   wir haben   beim   Mittagessen   eine   Legende   getroffen:   Boris   Becker!   Boris   arbeitet hier als Moderator für Eurosport. Ein wirklich netter „Kerl“!

Australian Open, Melboune (AUS)

ITFSS vom 25. Jan - 28. Jan
Foto ITF
Sabine Ellerbrock Rollstuhltennis
Foto:www.tweener.de
Foto ITF

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Australian Open, Melboune (AUS)

ITFSS vom 25. Jan - 28. Jan
Sonntag, 22. Jan Ein turbulenter Anreisetag … Am   frühen   Sonntagmorgen   bin   ich   mit meinem   Hittingpartner   Dennis   Vogt   in Melbourne     gelandet,     nach     ca.     30 Stunden        Reisezeit        mit        einem Zwischenstopp        in        Dubai.        Der Zwischenstopp   „erzeugte“   den   ersten Schreckmoment:    am    Security    Check wollte     mir     das     Flughafen-Personal meine         Saitenrollen         für         die Bespannungen         meiner         Schläger abnehmen,    da    diese    angeblich    nicht erlaubt   wären.   Nach   langer   Diskussion durfte   ich   das   Handgepäck   schließlich doch    wieder    vervollständigen,    meine Argumente,    dass    es    auf    der    ersten Teilstrecke   sowie   auf   allen   bisherigen Flügen     nie     ein     Problem     gewesen     wäre,     diese     im     Handgepäck mitzuführen,   war   dann   wohl   ausreichend.   Die   kurze Aufregung,   als   dann bei    der    Ausgabe    des    Gepäcks    erst    einmal    beide    Rollstühle    nicht „gesichtet“   wurden,   ist   kaum   erwähnenswert,   kommt   ja   ab   und   zu   mal vor …. Als   ich   dann   am   frühen   Nachmittag   bei   meinem   ersten   Training   mit einem    stark    schmerzenden    und    angeschwollenen    Fuß    die    Ärzte    im Melbourne   Park   aufsuchen   musste   und   diese   mich   mit   Verdacht   auf   eine Thrombose    direkt    in    das    nächste    Krankenhaus    schickten,    hatte    ich zunächst   kein   besonders   gutes   Gefühl.   Gott   sei   Dank   bestätigte   sich   die Verdachtsdiagnose   nicht.   Es   hätte   mich   auch   sehr   gewundert,   denn   ich verabreiche   mir   zur   Prophylaxe   immer   entsprechende   Injektionen.   Nach Untersuchung    in    der    Klinik    stellte    sich    das    Ganze    als    Infektion    und Entzündung   heraus,   nur   der   Grund   dafür   ist   nicht   nur   für   mich   ein Rätsel.   Ich   hoffe   natürlich,   dass   die   Behandlung   in   den   verbleibenden zwei    Tagen    bis    zum    Turnierbeginn    anschlägt    und    sich    schnell    eine Besserung   einstellt   und   ich   mich   ab   jetzt   ausschließlich   auf   das   Tennis spielen konzentrieren kann! Montag, 23. Jan Ein wenig  glückliches Draw Die      ersten   Tage   in   „down   under“   waren   schon   ganz   schön   turbulent. Gestern   mit   Verdacht   auf   Thrombose   ins   Krankenhaus   (Gott   sei   Dank   hat sich    der    Verdacht    nicht    bestätigt),    heute    dann    die    wenig    glücklich verlaufende Auslosung des Draws. Ich   bin   in   der   starken   Hälfte   (Gruppe1) mit    Jiske    (Griffioen),   Aniek    (Van    Koot) und        Diede        (De        Groot),        der Senkrechtstarterin   des   letzten   Jahres.   Sie hat   Kamiji   in   Sydney   geschlagen,   Jiske   in Frankreich    und    in    Rio    gegen    sie    in    3 Sätzen    verloren.    Wird    also    direkt    ein harter   Brocken,   zumal   ich   ihre   Spielweise nicht   mag:   sie   macht   sehr   viel   Druck   und ist   extrem   schnell.      Mein   erstes   Spiel   ist dann am Mittwoch. War   es   gestern   und   heute   sehr   heiß   (35 Grad   im   Schatten),   wird   es   ab   morgen   für die   nächsten   drei   Tage   kühler,   so   um   die 20...leider,   Hitze   wäre   für   mich   besser, weil    Viele    die    nicht    mögen.    Leichte Probleme      machen   mir      (nur)   die   Blasen an den Händen. Nach    dem    Draw    habe    ich    noch    einmal trainiert,   dann   Schulsachen   erledigt   und am   Abend   habe   ich   mir   mit   Coach   Dennis Vogt   das   Spiel   Nadal-Monfils   in   der   Rod Laver    Arena    (Fotos    rechts    und    unten) angesehen,      morgen      noch      weiteres Training    mit    Dennis    und    Crumpy    (Greg Crump). Mittwoch 25. Jan Erste Runde 6:4/6:3 gewonnen Ich   bin   zufrieden:   Sehr   solide   gespielt,   obwohl   es   zunächst   schwer   war, ins   Spiel   zu   kommen.   In   beiden   Sätzen   konnte   ich   direkt   mit   2:0   in Führung   gehen,   verpasste   im   ersten   Satz   trotz   Spielbällen   die   Chance zum   3:0.   Im   ersten   Satz   lag   ich   mit   2:3   zurück,   bevor   ich   das   Spiel   zum 5:3 für mich drehen konnte (5:4,6:4). Im   zweiten   Satz   stand   es   kurzzeitig   2:2,   bevor   ich   auf   5:2   erhöhen konnte.   De   Groot   kam   noch   auf   3:5   heran,   doch   mit   dem   nächsten   Spiel (Aufschlag   De   Groot)   konnte   ich   mit   meinem   dritten   Matchball   nach einer 40:0 Führung das Match für mich entscheiden. Morgen   dann   das   Halbfinale   gegen   Griffioen,   die   gegen   Aniek   Van   Koot 6:4,6:3 gewinnen konnte. Ich   denke,   dass   meine   Erfahrung   heute   ein   Vorteil   war.   Diede   wirkte nervös   und   machte   viele   Doppelfehler,   was   ihr   normalerweise   nicht   in der   Form   passiert.   Es   war   vielleicht   auch   die   besondere Atmosphäre   der Grand-Slam-Turniere! Donnerstag 26. Jan Halbfinale Einzel und Doppel Natürlich   war   ich   sehr   enttäuscht,   wie   das   Einzel-Halbfinale   gegen   Jiske heute    gelaufen    ist.    Das    Match    war    „enger“    als    es    das    Ergebnis ausdrückt,   aber   das   hilft   mir   nicht   viel.      Glückwunsch   an   Jiske,   sie   ist nicht   umsonst   die   Nummer   1   und   ich   wünsche   ihr   viel   Glück   für   das Finale. Im   ersten   Satz   des   Doppelhalbfinales   haben   Katharina   Krüger   und   ich gegen   die   Favoritinnen   Yui   K.   und   Diede   D.   G.   gut   mitgehalten,   das Ergebnis    (3:6)    hätte    auch    genau    andersherum    lauten    können.    Wir könnten als deutsches Doppel mehr erreichen, aber …. Samstag 28. Jan Bye, bye Autralien 2017 Gestern   war   ein   entspannter   Tag   am   Strand   nach   dem   letzten   Training   in Melbourne   Park.   Gleich   werden   wir   wieder   nach   Hause   fliegen.   Dank   an Dennis    für    seine    Unterstützung    in    Melbourne    und    an    Björn    Kerbein, sowie    Försters    Physio    für    die    optimale    Vorbereitung    vor    den   AO    in Bielefeld. Kurz      vor      der      Fahrt      zum Flughafen    hatten    wir    noch    ein richtiges   „Highlight“:   wir   haben beim   Mittagessen   eine   Legende getroffen:    Boris    Becker!    Boris arbeitet   hier   als   Moderator   für Eurosport.    Ein    wirklich    netter „Kerl“!
Greg Crump              Dennis Vogt
Düsseldorf, Abflughalle